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Team aufbauen: Vom Nebenjob zur eigenen Agentur

Nebenberuflich selbstständig gestartet, dann ein Team aufbauen und Mitarbeiter einstellen: Chantalle Alberstadt erzählt, wie der Weg zur eigenen Agentur gelingt.

Team aufbauen: Vom nebenberuflich Selbstständigen zur Arbeitgeberin

Irgendwann steht fast jeder Freelancer vor der Frage: Wann ist der Moment, aus dem Solo-Dasein etwas Größeres zu machen – ein Team aufzubauen und die ersten Mitarbeiter einzustellen? Chantalle Alberstadt hat genau diesen Weg hinter sich. Sie hat nebenberuflich selbstständig angefangen, ist Schritt für Schritt hauptberuflich geworden und führt heute ihre eigene Agentur. Was sie dabei gelernt hat, ist nützlich – egal ob du gerade mit dem Gedanken spielst zu wachsen oder schon konkret Leute einstellen willst.

🎙️ Das ganze Gespräch hörst du in unserem Podcast: Freelancers Mind – Folge mit Chantalle Alberstadt

Der Weg vom Freelancing zum eigenen Team

Chantalle hat als Mediengestalterin gelernt und danach in verschiedenen Agenturen gearbeitet. Erst als sie allein arbeitete, merkte sie, was eigentlich in ihr steckt. Aber wie kam sie zu der Entscheidung, ein eigenes Team aufzubauen?

Der richtige Zeitpunkt

In einer schwierigen Phase schrumpfte ihr damaliges Team auf zwei Leute zusammen – sie und einen Senior Director. Genau das gab ihr das Selbstvertrauen: Sie konnte das. Als sie später in ihre Heimatstadt zurückkam, hatte sie die Wahl zwischen einem sicheren Agenturjob und der Selbstständigkeit. Sie entschied sich fürs Freelancing, behielt aber erstmal einen Teilzeitjob im Unternehmen.

Nebenberuflich selbstständig: ein Geschäft aufbauen, das trägt

Chantalle ist nicht kopfüber in die Vollzeit-Selbstständigkeit gesprungen. Sie startete nebenberuflich selbstständig und ließ ihr Geschäft langsam wachsen. Der Teilzeitjob als Art Director war ihr Sicherheitsnetz – so konnte sie Projekte annehmen, ohne dass sofort die Miete davon abhing. Genau dieser Puffer macht den Übergang vom Nebenberuf zum Hauptberuf für viele erst machbar.

Selbstvertrauen beim Verkaufen

Ein roter Faden in ihrer Geschichte: Wer seine Leistung verkaufen will, muss an sie glauben. So hat sie ihr Selbstvertrauen aufgebaut:

  • Reden über die eigene Arbeit: Chantalle rät, offen zu erzählen, was man macht. Dadurch kamen Kunden – und gleichzeitig wuchs ihr Selbstvertrauen.

  • Den eigenen Wert kennen: Wer weiß, was er wert ist, tritt anders auf. Und verkauft anders.

Vom Freelancer zur Arbeitgeberin: die ersten Mitarbeiter einstellen

Als das Geschäft trug, kam der nächste Schritt: das erste Mal Mitarbeiter einstellen und ein echtes Team aufbauen. Zwei Dinge waren ihr dabei wichtig:

  • Die Pandemie als Chance: Statt sie auszubremsen, war Corona für Chantalle der Anlass, ihr Geschäft neu zu sortieren und neue Kunden zu gewinnen.

  • Die richtigen Leute: Sie achtete darauf, Menschen einzustellen, die zu ihren Werten passen – nicht nur fachlich. Wer ein Team aufbauen will, das hält, stellt nach Haltung ein, nicht nur nach Lebenslauf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nebenberuflich starten nimmt den Druck: Ein Sicherheitsnetz macht den Weg in die hauptberufliche Selbstständigkeit leichter.

  • Selbstvertrauen aufbauen: Erzähl Leuten, was du machst. Daraus entstehen Aufträge und ganz nebenbei mehr Selbstsicherheit.

  • Lass dir Zeit: Ein Team aufbauen und Mitarbeiter einstellen muss nicht von heute auf morgen passieren.

  • Kenne deinen Wert: Was du für Kunden tust, hat einen Preis. Diese Haltung trägt jedes Verkaufsgespräch.

Fazit

Chantalles Weg zeigt: Vom nebenberuflich Selbstständigen zur Arbeitgeberin mit eigenem Team braucht es Selbstvertrauen, Geduld und die Bereitschaft, langsam zu wachsen. Wenn du etwas Ähnliches vorhast – lass dir Zeit, kenne deinen Wert und rede mit Leuten über das, was du tust. Dann kommt der Moment, in dem du das erste Mal Mitarbeiter einstellst, fast von allein.

👉 Mehr Geschichten von Freelancern, die ein Team aufgebaut haben, findest du in unserem Podcast Freelancers Mind.

Häufige Fragen

Was sind die ersten Schritte, um ein Team aufzubauen?
Schau dir an, wie ausgelastet du gerade bist, bau dein Netzwerk aus und erweitere dein Angebot Schritt für Schritt – ohne dass die finanzielle Basis wackelt. Erst wenn die Auslastung dauerhaft stimmt, lohnt es sich, Mitarbeiter einzustellen.

Sollte ich erst nebenberuflich selbstständig anfangen?
Für viele ist das der entspannteste Weg: Der Hauptjob trägt die Fixkosten, während du dein Geschäft aufbaust. So kannst du wachsen, ohne dass jeder einzelne Auftrag über deine Existenz entscheidet.

Worauf achte ich, wenn ich Mitarbeiter einstellen will?
Such Leute, die deine Vorstellung vom Arbeiten teilen und die zur Kultur passen, die du aufbauen willst – fachliche Qualifikation allein reicht nicht.

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